Verlegeanleitung Holzböden

Verlegeanweisungen 3-Schichtparkett, Nut & Feder

Verlegewerkzeug – Schlagklotz mind. 60 cm lang – Zugeisen – Hammer 800 g – Wasserfesten Leim (B³) und Spitzleimflasche – Keile – Maßband und Bleistift – Säge und Winkel

Schwimmende Verlegung

Legen Sie ein handelsübliches Trittschalldämmvlies, z.B. PU-Schaumstoffmatte, Rippenpappe oder Ähnliches aus. Das ermöglicht ein elastisches und ruhiges Begehen des Bodens.
1. Mit der Verlegung wird in der rechten Ecke begonnen. Die erste Dielenriehe wird mit der Nut zur Wand verlegt. Wichtig ist dabei der Einsatz von ca. 15 mm dicken Keilen, um eine gleichmäßige Dehnungsfuge zwischen Dielen und Wand zu gewährleisten.
2. Die erste Dielenreihe wird gerade ausgerichtet. Setzen Sie auch Keile an den Stirnseiten.
3. Beginnen Sie die zweite Dielenreihe mit dem Stück, das von der ersten Dielenreihe übrig geblieben ist. Der Dielenversatz sollte nicht kürzer als 40 cm sein.
4. Die Längs- und Stirnseiten der Dielen werden durchgehend verleimt. Der Leimauftrag erfolgt an der Nutoberseite der Diele. Zum Zusammenfügen verwenden Sie einen Schlagklotz.
5. Die letzte Dielenreihe wird unter Berücksichtigung des nötigen Wandabstandes zugeschnitten und mit der vorletzten Dielenreihe verleimt. Ein Zugeisen erleichtert das Zusammenfügen der Dielen. Bei der letzten Dielenreihe die Keile nicht vergessen.
6. Sobald der Leim getrocknet ist, können die Keile entfernt werden und die Dehnungsfuge kann mit einer passenden Sockelleiste abgedeckt werden.

Vollflächige Verklebung

Wir empfehlen, die vollflächige Verklebung von einem Fachmann durchführen zu lassen. Sollten Sie sich für eine selbstständige Verlegung entscheiden, beachten Sie bitte die Verlegevorbereitung und unsere Verlegetipps! Je nach Beschaffenheit des Unterbodens sind Vorbehandlungen (Voranstriche, Spachtelungen) laut Herstellerangabe nötig. Die Festigkeit des Estrichs muss ausreichend hoch sein. Verwenden Sie nur Klebstoffe, die ausdrücklich für die vollflächige Verklebung von Fertigparkett geeignet sind. Beachten Sie die Verarbeitungsrichtlinien des Klebstoffherstellers.
1. Mit der Verlegung wird in der rechten Ecke begonnen. Die erste Dielenreihe wird mit der Nutseite zur Wand gerade ausgerichtet. Bei langen Distanzen mit einer Richtschnur prüfen.
2. Als Wandabstand ist bei der Verlegung auf eine ca. 10 mm breite Dehnungsfuge zu achten.
3. Tragen Sie den Klebstoff mit einer Zahnspachtel laut Herstellerempfehlung nur auf die gleich
zu belegende Fläche auf. Die maximale offene Zeit des Klebers darf nicht überschritten
werden.
4. Legen Sie den Parkett in das Klebstoffbett ein. Durch Andrücken erzielen Sie eine gute
Klebstoffbenetzung. Wir empfehlen eine H-Verleimung in Nut und Feder an den Stirnseiten
der Dielen. Der Leimauftrag erfolgt an der Nutoberseite. Achten Sie darauf, dass kein
Klebstoff auf die Oberfläche des Parketts gelangt.
5. Sobald die ersten drei Reihen verklebt sind, sollten Sie den Klebstoff über Nacht abbinden
lassen und erst am nächsten Tag die Verlegung fortführen.
6. Damit der verwendete Klebstoff optimal aushärten und abbinden kann, sollte der fertig
verlegt Parkett 48 Std. nicht betreten werden. Wir empfehlen, die Randbereiche mit
Gewichten zu beschweren, damit eine plane Oberfläche entsteht.

Verlegung auf Fußbodenheizung

Parkett eignet sich für die Verlegung auf Fußbodenheizung, wenn diese fachgerecht ausgeführt
ist. Parkett hat einen günstigen, weder zu hohen noch zu niedrigen Wärmedurchlasswiderstand.
Ein Holzfußboden ist auch bei einer nicht eingeschalteten Fußbodenheizung ein fußwarmer
Bodenbelag. Das Quell- und Schwindverhalten von Mehrschichtparkett gegenüber Massivparkett
ist um ein Vielfaches geringer. Holzarten wie Buche und Ahorn reagieren bei ungünstigen
Klimaeinflüssen sehr schnell. Bei diesen Holzarten kann daher, eine stärkere Fugenbildung
auftreten. Wir empfehlen daher, Holzarten mit einem niedrigeren Quell- und Schwindverhalten
einzusetzen, z.B. Eiche. Die Raumtemperatur soll stets zwischen 18 bis 24 °C liegen und die
relative Luftfeuchte zwischen 40 bis 60 %. Ebenfalls zu berücksichtigen ist die Oberfläche.
Offenporige Oberflächen, wie geölte/ gewachste, reagieren auf Raumklimaschwankungen
wesentlich schneller als umweltfreundliche Lackoberflächen. Die Oberflächentemperatur darf
max. 27 °C betragen.